Der BGM-Effekt
Fachkräfte gewinnen und halten - Wie das im Handwerk gelingen kann, stellte Katja Keller-Landvogt von der IKK classic in ihrem Vortrag anschaulich vor.
Rund 40 Prozent der Betriebe haben bereits Probleme, offene Stellen zu besetzen. Mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge verschärft sich die Lage weiter. Genau hier setzte der Vortrag von Katja Keller-Landvogt auf der ZUKUNFT HANDWERK 2026 an.
Die Referentin für Forschung und Entwicklung BGF der IKK classic stellte aktuelle Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) und Arbeitgeberattraktivität vor.
Eine zentrale Erkenntnis: Je breiter Betriebe Maßnahmen zur Gesundheitsförderung aufstellen, desto attraktiver werden sie für Beschäftigte und Bewerbende. Besonders wirksam ist eine Kombination aus verhaltensbezogenen Angeboten – etwa zu Bewegung, Ernährung oder Stress – und Maßnahmen, die Arbeitsbedingungen und Strukturen im Betrieb verbessern.
Entscheidend ist dabei nicht nur, was Betriebe anbieten, sondern auch wie sie es umsetzen: mit klarer Information, Beteiligung der Beschäftigten und Unterstützung durch Führungskräfte.
Ein praxisnahes Beispiel ist der digitale Gesundheitstag der IKK classic – eine virtuelle Gesundheitsmesse mit acht gewerkespezifischen Hallen. Sie bietet Betrieben einen einfachen und kostenfreien Einstieg ins BGM.
Die Botschaft des Vortrags: Wer Gesundheit systematisch in den Betrieb integriert, stärkt nicht nur das Wohlbefinden der Beschäftigten – sondern auch die eigene Attraktivität als Arbeitgeber.