ZUKUNFT HANDWERK 2026: Die Werkbank für den Wandel
Der Kongress ZUKUNFT HANDWERK fand am 04. und 05. März 2026 im International Congress Center München statt und brachte Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Handwerk, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft sowie Organisationen der Branche zusammen. Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsthemen des Handwerks, darunter der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Fachkräftesicherung sowie Nachfolge und Gründung.
München, 06. März 2026 – Mit 2.600 Teilnehmenden bestätigte der Kongress auch im vierten Jahr seine Rolle als wichtiger Branchentreffpunkt im deutschsprachigen Raum. Insgesamt 56 Speaker gestalteten das Programm mit Vorträgen, Panels und Diskussionsformaten. Ergänzt wurde das Programm durch 30 Workshops sowie vier Speed-Dating-Formate, die den Teilnehmenden Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung boten.
Praxisnahe Impulse für die Zukunft des Handwerks
Auf der IKK classic Bühne und im SIGNAL IDUNA Forum setzte das Bühnenprogramm gezielte Impulse entlang der Fokusthemen des Kongresses – aus dem Handwerk für das Handwerk. Das Thema „Personal:
Fachkräftesicherung und Talente“ wurde unter anderem von Vivie Völs (Malerin und Lackiererin) sowie von Martin Vögel (Anlagenmechaniker-Meister und Markenbotschafter von ZUKUNFT HANDWERK 2026) aufgegriffen.
In den praxisorientierten Workshops wurden konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz digitaler Technologien sowie neue Ansätze zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften thematisiert. So zeigte etwa Christoph Krause vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk wie digitale Assistenzsysteme Handwerksbetriebe im Alltag unterstützen können.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Unternehmensnachfolge: Darüber diskutierten Vera Lyko, Co-CEO econoyou UG (haftungsbeschränkt), und Susanne Preuß, Geschäftsführerin der Initiative für Ausbildung, im Workshop „Unternehmensnachfolge wagen! – Phasen verstehen, Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen“.
Auch die Ausstellungsfläche wurde intensiv für Gespräche und den Austausch zwischen Handwerksbetrieben, Partnerunternehmen und Organisationen genutzt.
Für Bettina Reiter, Director ZUKUNFT HANDWERK, unterstreicht der Kongress deutlich die Dynamik der Branche: „ZUKUNFT HANDWERK zeigt, wie groß der Gestaltungswille im Handwerk ist. Gerade die klare Fokussierung auf zentrale Zukunftsthemen kommt bei der Branche sehr gut an. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern hilft dabei, diese Themen sichtbar zu machen und konkrete Impulse für den Arbeitsalltag im Handwerk zu geben.“
Politische Eröffnung mit klarer Signalwirkung für das Handwerk
Politisch eröffnet wurde der Kongress von Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Schirmherrin von ZUKUNFT HANDWERK 2026, gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen
Handwerks und Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern.
Franz Xaver Peteranderl betonte dabei insbesondere die Bedeutung der nächsten Generation im Handwerk: „Die Zukunft des Handwerks zeigt sich nicht nur in technischen Innovationen, sondern auch in den vielen jungen Menschen, die sich für diesen Weg entscheiden.“
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) unterstreicht: „Das Handwerk ist mehr als ein Begriff. Wir sprechen hier von mehr als einer Million Betriebe, die mehr Umsatz machen als die drei großen Automobilhersteller zusammen. Wenn das Handwerk niest, dann bekommt Deutschland eine Lungenentzündung. Wir brauchen mehr Resilienz. Und wir brauchen mehr Respekt gegenüber dem Handwerk!“
Auch Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, war beim Kongress ZUKUNFT HANDWERK vor Ort und nutzte die Veranstaltung für den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Branche zu Zukunftsthemen des Handwerks.
Auszeichnungen für Innovation, Unternehmergeist und Engagement
Ein fester Bestandteil von ZUKUNFT HANDWERK sind Auszeichnungen für besondere Leistungen im Handwerk. Beim Wettbewerb „Der Pitch im Handwerk“ überzeugten Lukas Kopp und Thomas Dietenmeier von Dietenmeier + Harsch aus Konstanz mit ihrem Projekt „RPA im Handwerk“ und erhielten den Jurypreis. Der Publikumspreis ging an Marlon Gnauck von der Bäckerei Gnauck aus Ottendorf-Okrilla.
Als Miss und Mister Handwerk wurden die Bestatterin Emily Maichle aus Geislingen an der Steige sowie der Stuckateur Maximilian Buerger aus Wetter ausgezeichnet. Der Inklusionspreis ging an Mattis Harpering und seine Berliner Bäckerei „Die Backpfeife“, die sich in besonderer Weise für Teilhabe im Arbeitsalltag engagieren. Beim 14. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken belegte die Metzgerei Schäfer GmbH aus Weinstadt den ersten Platz, gefolgt von der Masterdent GmbH aus Dortmund und der BLS GmbH aus Bad Kreuznach. Beim Founders Fight setzte sich HAIR HELP the Oceans UG mit seinem Pitch durch.
ZUKUNFT HANDWERK bestätigt seine Rolle als Treffpunkt der Branche
Zum Abschluss zog Tobias Gröber, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, ein positives Fazit zum Kongress: „Das Handwerk spielt eine zentrale Rolle bei der Lösung unserer Herausforderungen. Und es bietet in Zeiten von KI immer attraktivere Berufschancen für alle Altersgruppen – vom Azubi bis zum Quereinsteiger. ZUKUNFT HANDWERK ist und bleibt die Bühne und der Treffpunkt für alle, die die Zukunft der Branche aktiv gestalten wollen.“
Die nächste Ausgabe von ZUKUNFT HANDWERK findet am 10. und 11. März 2027 in München statt.
Stimmen zu ZUKUNFT HANDWERK 2026
Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic
„Der Kongress ZUKUNFT HANDWERK hat auch in diesem Jahr wieder einen Raum geschaffen, in dem große Themen gemeinsam diskutiert und Lösungen entwickelt wurden. Als Krankenkasse des Handwerks ist es für uns selbstverständlich, diesen Austausch als Hauptsponsor aktiv zu unterstützen.“
Eva-Maria Maiss, Zielgruppenmanagerin, SIGNAL IDUNA Gruppe
„Auch in diesem Jahr war die SIGNAL IDUNA wieder gerne Teil der Netzwerkveranstaltung. Als starker Partner des Handwerks haben wir ZUKUNFT HANDWERK als Plattform für Begegnung und Austausch genutzt.“
Johanna Röh, Tischlermeisterin, Gründerin & Vorsitzende des Mutterschutz für Alle! e. V., Initiatorin des Bündnisses Mutterschutz für Selbstständige
„Der Kongress Zukunft Handwerk ist für mich die wichtigste Plattform im Handwerk, weil hier die Menschen zusammenkommen, die die Zukunft der gesamten Branche gestalten. Themen wie der Mutterschutz für Selbstständige gehören genau hierhin, weil sie über die Perspektiven von Frauen im Handwerk und die Zukunftsfähigkeit von Betrieben entscheiden. Dieses Jahr merke ich deutlich, dass das Thema mehr Gehör findet und die Belange von Frauen präsenter sind.“
Christian Philipps, Konditormeister, Bäcker und Markenbauer "360° LAIB"
„Es ist total schön hier: viele nette Menschen, super Gespräche und viele neue Ideen, die wir mitnehmen können nach Hause, die uns auf jeden Fall bereichern werden. Wenn ihr mich haben wollt, bin ich 2027 wieder da.“
Weitere Informationen zum Kongress unter www.zukunfthandwerk.com.
Über ZUKUNFT HANDWERK
ZUKUNFT HANDWERK ist der Kongress für Innovation, Vernetzung und Weiterbildung mit begleitender Ausstellung für das gesamte Handwerk. Das Veranstaltungsformat bietet Handwerksbetrieben eine einzigartige Gelegenheit durch praxisnahe Einblicke, Vorstellung neuer Technologien und gewerkeübergreifenden Austausch, Lösungen für morgen zu entwickeln. Auf dem Kongress ist das Handwerk im ICM in München aktiv im persönlichen Dialog mit Industrie, Organisation und Politik über seine Zukunft und setzt Impulse für eine nachhaltige und fortschrittliche Entwicklung aller Gewerke.
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